Ehrenamtliches Engagement für die Volksbildung
Die Volkssternwarte Köln wird von den Mitgliedern der Vereinigung der Sternfreunde Köln, e.V., ehrenamtlich betrieben. Diese Vereinigung wurde 1922 mit dem Ziel gegründet, astronomische Grundkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck wurde bereits 1935 eine erste Sternwarte auf dem Dach einer Schule am Großen Griechenmarkt (Köln - Innenstadt) errichtet, die allerdings im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Im 40. Jahr ihres Bestehens (1962) konnten die Sternfreunde auf dem Neubau des Schillergymnasiums in Köln-Sülz eine neue Sternwarte übernehmen; fünf Jahre später stellte die Stadt Köln noch einmal 30 000 DM für ein modernes, leistungsstarkes Beobachtungsinstrument zur Verfügung. Parallel dazu förderte das Kulturamt der Stadt Köln die Volksbildungsarbeit der Vereinigung mit einem jährlichen Zuschuss von 1000 DM, der allerdings im Zuge allgemeiner Sparmaßnahmen Anfang der 1980er Jahre gestrichen wurde.

Seither wird der Betrieb der Volkssternwarte als astronomischem
Volksbildungszentrum Kölns ("Kölns Tor zum Himmel")
allein aus den Beiträgen unserer Mitglieder, den
Eintrittsgeldern und privaten Spenden finanziert. Diese Spenden
ermöglichen uns ab dem zweiten Halbjahr 2012 den Einsatz eines neuen
Grossteleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 60 cm. Damit können wir
der Bevölkerung auch jene Wunder des Alls klar und kontrastreich
zeigen, die sich jenseits des Sonnensystems in den Weiten der
Milchstrasse verbergen. Wenn Sie mehr über
die Volkssternwarte erfahren möchten, lesen Sie unten weiter oder laden
Sie sich unseren Info-Flyer als PDF herunter!
Die Welt mit eigenen Augen anschauen
Die Sternwarte auf dem Schillergymnasium in Köln - Sülz, Nikolausstrasse 55, bietet ihren Besuchern die Möglichkeit zur Beobachtung unserer kosmischen Umgebung: Bei rund 200facher Vergrößerung kann man Krater, Berge und Täler auf dem Mond erkennen, die Ringe des Saturn bestaunen oder die Bewegung der Jupitermonde verfolgen; man sieht aber auch leuchtende Gasnebel als Sternentstehungsregionen, Doppelsterne und Sternhaufen in der Milchstraße oder expandierende Gaswolken, die vom Ende gealterter Sterne künden. Selbst ferne Galaxien, deren Licht viele Millionen Jahre bis zu uns unterwegs war, lassen sich in dunklen, klaren Nächten erkennen.
Die Sternwarte in Köln - Sülz ist jeweils freitags abends für Besucher geöffnet. Wer von Anfang an dabei sein möchte, sollte bis 19.30 Uhr eingetroffen sein. Unser Programm beginnt mit einer Einführung in den jahreszeitlichen Sternenhimmel mit dem Leinwandplanetarium oder einem Vortrag zu einem aktuellen Thema. Bei klarem Himmel kann man anschließend durch eines unserer Fernrohre kosmische Objekte mit eigenen Augen betrachten; wenn dagegen Wolken den Blick ins All versperren, zeigen wir Ihnen das grosse Teleskop in der Kuppel des Observatoriums und werfen mit ihm einen Blick auf die Türme des Kölner Doms. Darüber hinaus bieten wir Ihnen in den Sommermonaten bei klarem Himmel die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung mit Spezialfiltern. Das Veranstaltungsprogramm der Sternwarte finden sie in der Rubrik Programmvorschau.
Eine Alternative zu den öffentlichen Veranstaltungen sind die Gruppenführungen, deren Termin Sie mit uns vereinbaren können!
Ein Teil der derzeit knapp 160 Mitglieder der Vereinigung der Sternfreunde Köln e.V. führt in ehrenamtlicher Arbeit die öffentlichen Veranstaltungen der Volkssternwarte durch.
Die Crew der
Sternwarte:
| Ralf Berger | Herbert von Bongardt | Martin von Bongardt | |
| Christel Dahmen | Eugen Frischgemut | Roland Gröber | |
| Hermann-Michael Hahn | Monika Jung | ||
| Thomas Kaffka | Ingo Kelmes | Heinrich Knauf | |
| Karsten Kopp | Mario Mattes | Thomas Rother | |
| Babak Sarabipour | Reinhard Schulz | Rudolf Tonn | |
| Matthias Wirth | Gerrit Wuenderlich | Daniela Wuttke |
Der KÖLNER HIMMEL - Unser Planetariumsprojekt
Um den Besuchern eines Tages auch bei schlechtem Wetter die Sterne zeigen zu können, setzen wir uns für den Bau eines Planetariums in unmittelbarer Nähe zur Volkssternwarte Köln ein. Ein Planetarium ist eine Art "Sternentheater", bei dem ein spezielles Projektionsgerät ein Abbild des natürlichen Himmels an das Innere einer Kuppel oder auf die Fläche einer Grossleinwand projiziert und himmlische Bewegungsabläufe im Zeitraffer sichtbar werden lässt.

Bis jetzt finden Vorstellungen des Leinwandplanetariums und die Vortragsveranstaltungen in einem Klassenraum des Schiller-Gymnasiums statt. Je nach Bestuhlung finden hier 30-40 Besucher Platz.